Auswandern nach die Philippinen
Über 7.600 Inseln, Englisch als Amtssprache und Lebenshaltungskosten ab 800 Euro – die Philippinen sind das Ziel für Auswanderer, die tropisches Inselklima mit englischsprachigem Alltag verbinden wollen. Besonders bei Rentnern und digitalen Nomaden wächst die Community.
Quick Facts
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick.
Einwohner
115 Mio.
Sprache
Filipino / Englisch
Lebenshaltung
ab 800 €/Mo.
Einkommensteuer
0 – 35 %
Klima
Tropisch, 26–34 °C
Beliebte Städte
Cebu, Manila, Dumaguete
Warum die Philippinen?
Die Philippinen bieten etwas, das Thailand und Bali nicht haben: Englisch als echte Alltagssprache. Dazu kommen extrem niedrige Kosten, traumhafte Inseln und eine der herzlichsten Bevölkerungen Asiens.
Englisch überall
Die Philippinen sind nach den USA und Indien das drittgrößte englischsprachige Land der Welt. Behörden, Verträge, Zeitungen, Fernsehen – alles auf Englisch. Für Auswanderer aus DACH ein enormer Vorteil gegenüber Thailand oder Vietnam.
Komfortabel ab 800 €/Monat
In Dumaguete lebt ein Paar für 1.200 € wie Könige – mit Haushaltshilfe, täglichem Restaurant-Besuch und Meerblick. Cebu City ist etwas teurer, bietet aber bessere Infrastruktur. Manila hat Großstadtpreise, die aber immer noch unter Berlin liegen.
7.641 Inseln
Von den Reisterrassen in Banaue über die Chocolate Hills in Bohol bis zu den Traumstränden in Palawan und Siargao – die Philippinen sind ein eigener Kontinent an Vielfalt. Wochenendtrips auf eine neue Insel gehören zum Lifestyle.
Filipinische Gastfreundschaft
Filipinos sind für ihre Herzlichkeit weltweit bekannt. Als Ausländer wird man offen und freundlich aufgenommen. Bayanihan – die Tradition der Nachbarschaftshilfe – ist keine Folklore, sondern gelebter Alltag. Einsamkeit ist hier kaum ein Thema.
Lebenshaltungskosten
Die Philippinen gehören zu den günstigsten Ländern Asiens. Die Bandbreite reicht von spartanisch (600 €) bis gehoben (2.000 €). Dumaguete und Cebu bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Miete
200 – 1.200 €
Studio in Dumaguete ab 200 €, modernes Condo in Cebu IT Park ab 500 €, gehobenes Apartment in Makati (Manila) ab 800 €. Möbliert ist Standard in Condos.
Essen
100 – 350 €
Adobo mit Reis im Carinderia (Straßenküche) ab 1,50 €, Restaurant-Essen ab 5 €, westliches Restaurant ab 12 €. San Miguel Bier: 0,80 €. Frisches Obst auf dem Markt spottbillig.
Transport
30 – 120 €
Jeepney (das philippinische Nahverkehrsmittel) ab 0,20 €, Grab-Taxi Cebu ab 2 €, Inlandsflüge mit Cebu Pacific ab 20 €. Roller-Miete ab 60 €/Monat.
Gesundheit
80 – 300 €
Chong Hua Hospital (Cebu) und Makati Medical Center (Manila) auf internationalem Niveau. Arztbesuch ab 10 €. Internationale KV ab 80 €/Monat. Auf kleinen Inseln ist die Versorgung eingeschränkt – Cebu oder Manila für Fachärzte.
Visa-Optionen
Das philippinische Visa-System ist überraschend flexibel. Man kann ein Tourist Visa bis zu 36 Monate verlängern – legal und ohne Tricks.
Tourist Visa
30 Tage, verlängerbar30 Tage visafrei bei Einreise. Alle 2 Monate beim Bureau of Immigration verlängern – bis zu insgesamt 36 Monaten. Kosten pro Verlängerung: ca. 50–100 €. Die einfachste Option für den Einstieg.
SRRV (Retirement Visa)
PermanentSpecial Resident Retiree's Visa ab 50 Jahren (35 Jahre mit Pension). Bankeinlage von 20.000 USD (50+) oder 50.000 USD (35–49). Dauerhaftes Aufenthaltsrecht, Re-Entry ohne Visum, Duty-Free-Import persönlicher Gegenstände.
SIRV (Investor Visa)
PermanentFür Investoren mit mindestens 75.000 USD Kapitaleinlage in ein philippinisches Unternehmen oder einen zugelassenen Investmentfonds. Berechtigt zum dauerhaften Aufenthalt und zur Geschäftstätigkeit.
13(a) Ehepartner-Visum
PermanentFür Ehepartner philippinischer Staatsbürger. Dauerhaftes Aufenthaltsrecht ohne Einkommens- oder Investitionsnachweis. Berechtigt nach 10 Jahren zur philippinischen Staatsbürgerschaft (unter Aufgabe der deutschen).
Immobilien & Wohnen
Ausländer dürfen auf den Philippinen kein Land besitzen – das ist verfassungsrechtlich festgelegt. Condos können im eigenen Namen gekauft werden, solange der Ausländeranteil im Gebäude unter 40 % liegt. Häuser können über langfristige Pachtverträge (bis 50 + 25 Jahre) oder eine philippinische Corporation (60 % philippinisches Eigentum) erworben werden.
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Englisch als Amtssprache – keine Sprachbarriere im Alltag
- Extrem niedrige Lebenshaltungskosten bei gutem Komfort
- Tourist Visa bis 36 Monate verlängerbar – maximale Flexibilität
- Traumhafte Inseln: Palawan, Siargao, Bohol, Cebu
- Herzliche, offene Bevölkerung – Integration fällt leicht
- SRRV-Programm: dauerhaftes Aufenthaltsrecht ab 20.000 USD Einlage
Nachteile
- Taifun-Saison von Juni bis November – besonders Visayas und Luzon betroffen
- Infrastruktur außerhalb von Cebu und Manila eingeschränkt – Stromausfälle möglich
- Bürokratie ist langsam und manchmal willkürlich
- Sicherheitslage regional unterschiedlich – Mindanao gilt als unsicherer
- Kein Landerwerb für Ausländer – nur Condos direkt kaufbar
- Gesundheitsversorgung auf kleinen Inseln sehr begrenzt
die Philippinen Score
Unsere Einschätzung in den wichtigsten Kategorien.
Leben in die Philippinen
Praktische Einblicke in den Alltag – von Gesundheit bis Arbeit.
Alltag und Lebensqualität
Der Alltag auf den Philippinen ist bunt, laut und herzlich. In Cebu beginnt der Tag mit einem Kaffee in einem der zahlreichen Cafés im IT Park, gefolgt von einem Frühstück aus Tapsilog (Rindfleisch, Reis, Ei) für 2 Euro. Mittags gibt es Adobo oder Sinigang in einem Carinderia für unter 2 Euro. Die Expat-Szene konzentriert sich auf Cebu City, Dumaguete und Manila (Makati/BGC). In Dumaguete kennt man sich – die Stadt ist klein genug für eine enge Community, aber groß genug für internationale Restaurants, Cafés und Co-Working-Spaces. Cebu bietet mehr Infrastruktur und Nachtleben. Wochenendtrips gehören zum Lifestyle: Bohol mit den Chocolate Hills ist eine Fähre entfernt, Siargao (Surfhauptstadt) einen Inlandsflug. Palawan wurde mehrfach zur schönsten Insel der Welt gewählt. Die kulturellen Feiertage – Sinulog in Cebu (Januar), Ati-Atihan in Kalibo – gehören zu den farbenfrohsten Asiens.
Gesundheitsversorgung
Die medizinische Versorgung auf den Philippinen ist zweigeteilt: In Cebu und Manila gibt es Privatkliniken auf internationalem Niveau – Chong Hua Hospital, Cebu Doctors University Hospital und Makati Medical Center. Ein Arztbesuch kostet ab 10 Euro, ein MRT ab 80 Euro, eine Zahnreinigung ab 15 Euro. Auf kleineren Inseln wie Siargao, Siquijor oder Camiguin ist die Versorgung stark eingeschränkt. Für alles über Grundversorgung muss man nach Cebu oder Manila fliegen. Internationale Krankenversicherungen wie Cigna, Pacific Cross oder Allianz Care kosten ab 80 Euro pro Monat. PhilHealth (nationales Gesundheitssystem) steht Residenten offen, deckt aber nur einen Bruchteil der Kosten ab. Expats setzen fast ausschließlich auf private Versicherungen und Privatkliniken.
Sicherheit und Infrastruktur
Die Sicherheitslage variiert regional stark. Cebu, Dumaguete und die meisten Visayas-Inseln sind sicher für Auswanderer. Manila hat unsichere Viertel (Tondo, Quiapo), aber Makati und BGC (Bonifacio Global City) fühlen sich modern und sicher an. Mindanao – insbesondere die westlichen Teile – gilt als unsicherer und wird vom Auswärtigen Amt teilweise als Risikogebiet eingestuft. Die Infrastruktur verbessert sich, ist aber noch lückenhaft: Internet in Cebu IT Park erreicht 50–100 Mbit/s, auf kleineren Inseln oft nur 5–20 Mbit/s. Stromausfälle kommen vor, besonders außerhalb der Großstädte. Der Verkehr in Manila ist legendär chaotisch. Inlandsflüge mit Cebu Pacific und Philippine Airlines sind günstig (ab 20 Euro) und verbinden die wichtigsten Inseln. Grab (Uber-Äquivalent) funktioniert in Cebu und Manila zuverlässig.
Arbeit und Einkommen
Die Philippinen sind ein Hub für Remote Worker und Freelancer. Co-Working-Spaces in Cebu IT Park (wie The Company, ASPACE) und BGC Manila bieten professionelle Arbeitsumgebungen ab 50 Euro pro Monat. Offiziell brauchen Ausländer eine Arbeitserlaubnis (AEP) für lokale Jobs. Die BPO-Industrie (Business Process Outsourcing) ist riesig, stellt aber hauptsächlich Filipinos ein. Englischlehrer verdienen 500–1.000 Euro pro Monat. In der Tourismusbranche gibt es Nischen, besonders auf Boracay und Palawan. Die meisten deutschen Auswanderer arbeiten remote für Auftraggeber in DACH oder den USA. Das Special Resident Retiree's Visa (SRRV) erlaubt keinen lokalen Arbeitsvertrag, aber Remote-Arbeit wird in der Praxis toleriert.
die Philippinen im Vergleich
Wie schneidet die Philippinen im direkten Vergleich ab?
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